
Ziel des Einsatzes von Gentechnik in der Pflanzenzucht ist die Einführung von Resistenzen gegen Krankheiten, Herbizide, Insektenbefall oder Witterungseinflüsse. Das Essen soll aromatischer, haltbarer, standardisiert, schneller und billiger produziert werden - das perfekt gestylte Nahrungsmittel.
„Ein gentechnisch veränderter Organismus ist ein Organismus, dessen genetisches Material in einer Weise verändert worden ist, wie sie unter natürlichen Bedingungen durch Kreuzen oder natürliche Rekombination nicht vorkommt“ (§ 3 Abst. 3 GenTG)
Die meisten Konsumenten lassen Produkte lieber im Regal liegen, wenn dabei die Gentechnik im Spiel war. Das Misstrauen ist groß: Niemand könne wissen, so ist oft zu hören, ob ihr Verzehr auf lange Sicht nicht doch die Gesundheit schädigen könne. Die langfristigen Folgen seien kaum erforscht.
Bisher ist die genaue Wirkung der Mechanismen, mit denen bei Pflanzen und Tieren das Erbgut verändert wird, unklar. Immer wieder tauchen bei gentechnisch veränderten Pflanzen unerwartete Eigenschaften auf.
Sind GVO ausgebracht, lassen sie sich nicht zurückholen und breiten sich unkontrolliert aus. Beispiele zu massiver Verunreinigung liefert der Anbau von gentechnisch verändertem Raps in Kanada wo gentechnisch veränderter Raps bereits flächendeckend angebaut wird und GVO-freier Raps kaum noch erhältlich ist.
Besonders bedenklich sind die Antibiotika-Resistenzen, die in viele bisher entwickelte Gen-Pflanzen eingebaut wurden. Sie können auf Bakterien übergehen und resistente Keime hervorbringen.
Keiner will für die möglichen Schäden der gentechnisch veränderten Pflanzen aufkommen, nicht die Industrie, die sie herstellt, nicht der Bauer, der sie anbaut, und auch keine Versicherung.
Gentechnisch veränderte Pflanzen können patentiert werden und bieten den Konzernen gänzlich neue Möglichkeiten der Marktbeherrschung. Landwirten und Verbrauchern drohen neue Abhängigkeiten.
Gentechnisch veränderte Lebens- und Futtermittel müssen in der Europäischen Union (EU) seit dem 18.04.2004 gekennzeichnet werden. Und zwar dann, wenn auf einer Herstellungsstufe Material von gentechnisch veränderten Pflanzen eingesetzt wurde, das einen Anteil von 0,9 Prozent übersteigt. Das gilt jedoch nicht für tierische Produkte wie Fleisch, Milch oder Eier, die mit Hilfe von Gentechnik-Futtermitteln für die Tiere hergestellt wurden. Dabei gehen weltweit etwa 80 Prozent aller gentechnisch veränderten Pflanzen als Futtermittel in die Mägen von landwirtschaftlichen Nutztieren. Ohne dass die Verbraucher beim Einkauf von Butter oder Milch etwas davon erfahren.
Gentechnik bei Lebensmitteln ist weltweit auf dem Vormarsch und nicht aufzuhalten. Nur wenn es gelingt, in der ökologischen Landwirtschaft eine gentechnikfreie Wirtschaftsweise zu etablieren, kann zukünftig eine wirkliche Alternative erhalten bleiben.
http://www.transgen.de/home/
http://www.genfoodneindanke.de/dossier/dossier2007.pdf
http://www.rapunzel.de/genfrei
http://foodwatch.de/kampagnen__themen/gentechnik/index_ger.html
http://www.keine-gentechnik.de/